Haselnussmakronen

Was wäre ein Plätzchenteller ohne (Haselnuss-)Makronen?

In der klassischen Weihnachtsbäckerei bilden Eischnee und Zucker die Basis für Makronen. Sie dienen oft als Resteverwertung, weil in vielen Rezepten nur Eigelb gebraucht wird und gehören für mich irgendwie dazu.

Haselnussmakronen vegan ohne zucker

Ich habe im Internet gestöbert, wie man veganen „Eischnee“ herstellen kann und bin auf „Leinschnee“ gestoßen, ein Schnee aus Leinsamen. Das musste ich umbedingt ausprobieren! Und siehe da, es hat funktioniert. Mit etwas Geduld ist aus dem Leinsamenschlabber tatsächlich schöner, weißer Schnee geworden. Und auch die Verarbeitung zu dem Haselnussmakronen hat genauso gut funktioniert wie mit herkömmlichem Eischnee.

Haselnussmakronen

Der Leinsamenschnee muss länger geschlagen werden als Eiweiß um steif zu werden, deshalb empfiehlt sich eine Küchenmaschine. Natürlich kannst du auch ein Handrührgerät benutzen.

Rezept drucken
Haselnussmakronen
Menüart Gebackenes
Küchenstil ohne Zucker, vegan
Portionen
Zutaten
Menüart Gebackenes
Küchenstil ohne Zucker, vegan
Portionen
Zutaten
Anleitungen
  1. Die Leinsamen mit dem Wasser aufkochen lassen und etwa 20 Minuten auf niedriger Stufe köcheln lassen, bis ein klebriger Schleim entsteht. Wie lange das genau dauert, hängt von der Qualität der Leinsamen ab. Eine genauere Beschreibung findest du auf der Seite von Kochtrotz (siehe unten).
  2. Den fertigen Leinsamenschleim durch ein feines Sieb gießen und abkühlen lassen.
  3. In der Zwischenzeit die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett leicht rösten, bis sie duften und abkühlen lassen.
  4. Die Datteln im Mixer fein zerkleinern. Wenn du einen Teil der Haselnüsse mit in den Mixer gibst, klebt das ganze nicht so arg und dein Mixer kann es wegen der größeren Menge wahrscheinlich besser verarbeiten. Anschließend die Masse mit den Haselnüssen vermischen und zerkrümeln sodass keine Klumpen mehr da sind.
  5. Den erkalteten Leinsamen-Schleim nun mit einer Prise Salz mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät steif schlagen. Das kann gut 10-20 Minuten dauern. Anschließend die Haselnuss-Dattel-Mischung unterheben.
  6. Ein Backblech mit Backpapier belegen und den Backofen auf 120° Umluft vorheizen.
  7. Mit zwei Teelöffeln jeweils ein Häufchen der Makronenmasse auf eine Oblaten geben und nach Belieben mit einer ganzen Haselnuss verzieren. Im Backofen etwa 30-35 Minuten backen. Wenn dir die Farbe der Makronen gefällt, die Temperatur ausschalten und die Makronen noch eine Weile bei leicht geöffneter Ofentüre und laufendem Gebläse gut trocknen lassen.
  8. Die Haselnussmakronen in einer Blechdose kühl aufbewahren.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Jutta

    Wie lange sind denn die Makronen haltbar? Hast du Erfahrungen? LG und danke fürs Rezept

    1. Franziska

      Hallo Jutta, die Makronen haben bei mir etwa 2 Wochen bei kühler Lagerung (Keller) gehalten. Leider sind zuckerfreie Plätzchen meist nicht so lange haltbar wie zuckerhaltige. Ich habe früher immer etliche Sorten im November gebacken, die ich dann den ganzen Advent durch und noch länger gegessen habe. Leider musste ich feststellen, dass das mit zuckerfreien nicht funktioniert. Deshalb backe ich inzwischen immer so 3 Sorten, esse die innerhalb von 1-2 Wochen auf und backe dann wieder neue. Liebe Grüße, Franziska

  2. Sophia

    Kann man auch Aquafaba (Kichererbsenwasser) anstelle des Leinschnees nehmen?

    1. Franziska

      Hallo Sophia,
      ich hab es noch nie ausprobiert, aber ich denke das geht.
      Falls du es ausprobierst, schreib doch gerne, ob es geklappt hat.
      Liebe Grüße, Franziska

Schreibe einen Kommentar