Unsere Küche ist für mich das Herzstück unserer Wohnung. Täglich koche ich hier für meine Familie, wir essen gemeinsam und auch die Kuchen und süßen Sachen, die ich euch auf meinem Blog präsentieren darf, entstehen hier. Und da ich so viel Zeit hier verbringe, möchte ich mich hier wohl fühlen und mittels einer durchdachten Küchenausstattung eine gute Arbeitsumgebung schaffen.

Weniger ist mehr

Es gibt in Fachgeschäften und im Internet eine unglaubliche Flut an Küchenutensilien in verschiedensten Formen, Größen, Materialien und Marken. Doch was braucht man wirklich um gute Kuchen zu backen?

Ich verfolge da einen, sagen wir mal, konsumreduzierten Ansatz. Als minimalistisch würde ich es nicht bezeichnen, aber ich versuche mit wenig Dingen auskommen und nicht für alles ein Extra-Ding zu haben. Das hat für mich gleich mehrere Vorteile: ich spare Geld, da ich nicht so viel kaufe, spare Zeit, da ich weniger Chaos habe, was aufgeräumt werden muss und ich spare Resoucen und schone damit die Umwelt.

Welche Backutensilien ich habe, möchte ich dir hier zeigen. Teilweise habe ich die Produkte verlinkt. Dabei handelt es sich um Affiliate-Links von Amazon. Wenn du nicht im Einzelhandel sondern online einkaufen möchtest, kannst du mich unterstützen indem du die Links benutzt. Dadurch bekomme ich eine kleine Provosion, wenn du innerhalb von 24 Stunden etwas über Amazon bestellst, egal ob es sich um das verlinkte Produkt handelt oder ein anderes. Dieser Beitrag soll aber keine Aufforderung sein, in Konsumrausch zu verfallen ;-).

Grundausstattung

Es gibt ein paar Basics, die zum Backen fast unersetzlich sind. Dazu gehören Schüsseln in verschiedenen Größen, Schneebesen, Teigschaber, Rührlöffel und eine Küchenwaage um Zutaten abzuwiegen und den Teig zu zubereiten. Außerdem solltest du ein Schneidebrettchen und ein scharfes Messer besitzen, um z.B. Obst zu zerkleinern. Um den Kuchen rauszubacken, benötigst du Backformen und einen Backpinsel um diese vor dem Befüllen zu fetten. Gute Dienste leisten dir außerdem ein Wellholz, ein Abkühlgitter (rund oder eckig), Topflappen und Muffinförmchen aus Silikon oder ein Muffinblech.

Meine Grundausstattung: 
Springform, Kastenform, Rührschüsseln, Wellholz, Rührlöffel, Teigschaber, Schneebesen, Backpinsel, Schneidebrett, Messer, Küchenwaage.
Meine Grundausstattung:
Springform, Kastenform, Rührschüsseln, Wellholz, Rührlöffel, Teigschaber, Schneebesen, Backpinsel, Schneidebrett, Messer, Küchenwaage.

Für Torten und Co

Wenn du nicht nur einfache Kuchen und Muffins backen möchtest, sondern dich auch an Torten (hier gehts zu den besonderen Rezepten) und aufwendigere Dinge heranwagen möchtest, kannst du dir die Arbeit mit ein paar weiteren Utensilien erweitern.

Meine Ausstattung für Torten und Co: 
Tortenheber, Backrahmen, Tortenring, Spritzbeutel mit Aufsötzen, Winkelpalette, Mehlsieb
Meine Ausstattung für Torten und Co:
Tortenheber, Backrahmen, Tortenring, Spritzbeutel mit Aufsötzen, Winkelpalette, Mehlsieb

Einen Tortenring benötigst du immer dann, wenn du eine Cremefüllung auf einen Tortenboden geben möchtest. Den verstellbaren Ring legst du um den Boden und streichst dann die Füllung hinein. Nach dem Abkühlen löst du die Füllung mit einem dünnen Messer vorsichtig vom Ring und entfernst diesen wieder.

Tipp: Ersatzweise kannst du auch den Ring deiner Springform verwenden, solange die Torte nicht so hoch ist, allerdings lässt sich die Creme dort nicht ganz so gut lösen.

Möchtest du die Torte einstreichen, bekommst du mit einer Winkelpalette eine schöne Oberfläche. Wenn du eine Creme zusätzlich hübsch aufspritzen möchtest, benötigst du einen Spritzbeutel. Wenn ein Tortenboden längs geteilt und gefüllt werden soll, hilft dir ein Tortenheber (auch Tortenretter genannt) dabei, den oberen Boden ohne Beschädigung abzunehmen und anschließend wieder schön aufzulegen.

Mit einem Mehlsieb kannst du das Mehl durchsieben um Klümpchen im Teig zu verhindern, Außerdem soll Teig mit gesiebtem Mehl luftiger werden.

Die Küchenmaschine

Wenn du oft backst lohnt sich für dich vielleicht die Anschaffung einer Küchenmaschine. Sie ersetzt, je nach angebotenem Zubehör, Mixer, Reibe, Rührgerät und noch viele andere Küchengeräte wie Nudelmaschine, Fleischwolf, Getreidemühle, ect.

Die Qual der Wahl

Das Angebot an Küchenmaschinen ist groß und da ich solche größeren Käufe erst nach reichlicher Recherche und langer Überlegung tätige – ich gebe zu manchmal übertreibe ich es auch ein bisschen – habe ich mir online und im Fachhandel verschiedene Modelle angeschaut. Bei der Entscheidung waren für mich die Verarbeitungsqualität, das angebotene Zubehör und die Ersatzteilversorgung ausschlaggebend.

Ich habe mich dann für die Kenwood Chef Titanium entschieden und bin sehr zufrieden damit. Diese Küchenmaschine hat ein Metallgehäuse und bietet auch beim Zubehör viel Metall und Glas an, was für Langlebigkeit und hohe Qualität spricht. Ich habe mit der Zeit verschiedene Zubehörteile dazu gekauft, unter anderem die Gewürzmühle, einem kleinen Mixer, der sich zum Beispiel zur Herstellung von Dattelpaste eignet, und die Trommelraffel zum Raspeln von Äpfeln ect.

Meine Küchenmaschine:
Kenwood Chef Titanium mit Mixer, Gewürzmühle und Trommelraffel
Meine Küchenmaschine:
Kenwood Chef Titanium mit Mixer, Gewürzmühle und Trommelraffel

Verwendung der Küchenmaschine

Ich benutze die Küchenmaschine sehr häufig, da ich neben Kuchen auch unser Brot meistens selber backe. Für mich als Mama hat die Küchenmaschine den großen Vorteil, dass ich viel mit einer Hand machen kann, während ich mein Kind auf dem Arm habe. Außerdem kann mein Kleinkind beim Backen auf der Arbeitsplatte sitzen und die Zutaten in die Maschine füllen und anschalten, was ihm viel Spaß macht.

Tipp: In meinen Rezepten findest du oft die Angabe „mit den Schneebesen oder Kochlöffel verrühren“. Im Gegensatz zu klassischen Rührteigen, bei denen Ei und Zucker lange geschlagen, reicht es bei veganen und zuckerfreien Rezepten, den Teig nur so lange zu rühren, bis alles vermischt ist. Kleine Klümpchen lösen sich beim Backen von selbst. Wird der Teig lange gerührt, entfaltet das Gluten durch die Verbindung mit Wasser seine Klebewirkung und der Teig wird zäh. Eine Ausnahme stellt Hefeteig dar, bei dem man genau diesen Effekt durch gründliches Kneten erreichen möchte, da das Gluten hier dem Teig Stabilität gibt.

Bei mir hat die Küchenmaschine einen festen Platz auf der Arbeitsplatte und ist dadurch immer einsatzbereit. Wenn du dir überlegst, eine Küchenmaschine zu kaufen, würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, sie dauerhaft aufgebaut zu lassen, da erfahrungsgemäß die Nutzung stark zurück geht, wenn man sie jedes Mal aus dem Schrank holen muss. Du brauchst aber nicht zwingend eine Küchenmaschine, denn es gibt auch günstigere Alternativen die ich dir auch vorstellen möchte.

Kleingeräte

Für Leute die wenig Backen, kein großes Buget oder keine Platz für eine Küchenmaschine haben, ist ein Handrührgerät eine einfache Alternative. Es wird in der Regel mit Knethaken und Schneebesen geliefert. Die Knethaken sind für feste Teige, wie Hefeteig oder Brotteig geeignet. Mit den Schneebesen lassen sich weiche Teige rühren oder Margarine schaumig schlagen.

Alternative zur Küchenmaschine:
Handrührgerät, Pürierstab und Reibe
Alternative zur Küchenmaschine:
Handrührgerät, Pürierstab und Reibe

Was du für viele Rezepte außerdem benötigst ist ein Mixer. Wenn du weder einen Standmixer hast, noch eine Küchenmaschine mit Mixaufsatz, kann dir hier auch in Pürierstab gute Dienste leisten, entweder als eigenes Gerät oder als Zubehör für das Handrührgerät. Wenn du mit einem Pürierstab arbeitest, ist es empfehlenswert, die Zutaten zuerst grob von Hand zu zerkleinern und einzuweichen.

Der Backofen

Ein Backofen ist fürs Backen unbedingt notwendig. Du solltest dabei zwischen Ober- und Unterhitze und Umluft oder Heißluft wählen können. Bei Ober- und Unterhitze wird der Ofen durch Heizstäbe oben und unten beheizt. Verwendest du Umluft, wird die heiße Luft durch einen Ventilator an der Rückwand im Ofen verwirbelt. Bei Heißluft wird die Hitze durch einen Ringheizkörper erzeugt und durch einen Ventilator verteilt.

Tipp: Bei Heißluft musst du den Backofen nicht vorheizen. Außerdem kannst du bei Heißluft und Umluft mehrere Bleche gleichzeitig backen und die Backtemperatur etwa 20 Grad niedriger wählen. Durch die zirkulierende Luft wird dem Gebäck mehr Feuchtigkeit entzogen als bei Ober-Unterhitze. Empfehlenswert ist das immer, wenn etwas getrocknet werden soll oder der Teig sehr feucht ist. Neigt der Teig aber eher dazu, trocken zu werden, benutze besser Ober-Unterhitze.

Backblech und Rost

Um deinen Backofen benutzen zu können, brauchst du natürlich ein Backblech. Ich habe mich für ein emailliertes Blech entschieden, da ich hier nicht unbedingt Backpapier benötige. Backbleche aus Glas finde ich auch eine tolle Sache, allerdings ist mir das einfach zu empfindlich mit meinem zweijährigen Küchenchef.

Achte beim Kauf immer darauf, dass das Blech die richtigen Maße hat. Ich habe auch schon ein ausziehbares Blech ausprobiert, allerdings kann ich das nicht empfehlen, da sich zwischen den Blechhälften immer ein Spalt ergab. Außerdem finde ich Backbleche am Stück einfacher zu reinigen.

Tipp: Backbleche sollten immer Zimmertemperatur haben, wenn das Gebäck drauf kommt. Wenn du also noch eine zweite Ladung Kekse in den Ofen schieben möchtest, lasse das heiße Blech unter kaltem Wasser abkühlen. Die im Blech gespeicherte Hitze verfälscht sonst das Backergebnis verfälschen, da die Teigwaren ungleichmäßig erhitzt werden.

Zum Trocknen von Obst oder Herstellen von Fruchtleder leistet dir auch ein Rost einen guten Dienst. Außerdem kann, wer kein Kuchengitter hat, diesen auch zum Abkühlen von Kuchen verwenden.

Nicht zum Backen, aber zum Bloggen: Meine Kamera

Seit ich blogge, ist meine Kamera (Pentax KS-2) fast immer im Einsatz, wenn ich backe. Ich behaupte mal, ein Foodblog ohne Fotos ist undenkbar, denn die Fotos machen Lust aufs Backen machen und man sieht einfach schneller, um was es geht. Da meine Kamera für mich inzwischen einfach dazu gehört, möchte ich sie hier verlinken, auch wenn sie natürlich nicht Teil der eigentlichen Küchenausstattung ist.

So, nun kennst du meine Küchenausstattung. Auf welche Küchenhelfer möchtest du nicht verzichten? Auf was legst du Wert bei Küchengeräten? Schreib mit gern einen Kommentar.

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